Die Grundfunktion eines jeden ICD ist es, Ihren Herzrhythmus ständig zu überwachen und bei Auftreten eines sehr schnellen Herzrhythmus (Herzrasen= Tachykardie) diesen mittels eines Elektroschocks zu beseitigen. Dieser sehr schnelle Herzrhythmus wird je nach Erscheinung und Schnelligkeit von den Ärzten als Kammerflimmern, Kammerflattern oder Kammertachykardie bezeichnet. Da während dieses Herzrhythmus das Herz entweder gar kein Blut oder nur sehr wenig Blut pumpt, kann dieser einem Herzstillstand gleichkommen und bei Fortbestehen zum sogenannten plötzlichen Herztod führen. Um diesen Fehlrhythmus zu beheben, können zum Beispiel Notärzte via äusseren Defibrillator einen Elektroschock über zwei dem Brustkorb aufzusetzende Elektroden anwenden. Das bei Ihnen eingesetzte Gerät ist ein solcher in Miniaturausgabe, der in den Körper eingesetzt wird (implantiert). Daher stammt die Bezeichnung implantierbarer Defibrillator.
Die Elektroden werden über eine Vene ( Vena Cephalica oder Vena Supclavia) ins Herz eingebracht und dort je nach Gerät in einer oder zwei Herzkammern verankert .
Die Operation dauert zwischen 30 und 90 Minuten und wird meist in Vollnarkose durchgeführt
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Antiarrhythmika: Medikamente gegen Rhythmusstörungen
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antibradykarde Stimulation: Abgabe von elektrischen Impulsen an den Herzmuskel, um normalen Herzrhythmus zu erzeugen (Herzschrittmacher)
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antitachykarde Stimulation: Abgabe von elektrischen Impulsen an den Herzmuskel, um Herzrasen zu beenden
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Asystolie: Herzstillstand
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Arrhythmie: unregelmäßiger Herzschlag
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Atrium: Kammer in der oberen Herzhälfte: linker und rechter Vorhof
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Block: vorübergehende oder dauerhafte Unterbrechung der Reizleitung im Herzen
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Bradykardie: langsame Herztätigkeit
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Defibrillation: wörtlich: Entflimmerung; Energieentladung, die den Herzrhythmus normalisiert
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Diastole: Erschlaffen des Herzmuskels, kurze Ruhepause des Herzens
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Elektrode (Sonde): isolierter Leitungsdraht, der elektrische Impulse zwischen dem ICD und dem Herzmuskel überträgt
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Elektrokardiogramm (EKG): graphische Darstellung der elektrischen Erregungsabfolge im Herzen, aus welcher der Arzt den Ablauf der einzelnen Phasen eines einzelnen Herzschlags erkennen kann
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Endokard: Innenwand der Herzkammern
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Epikard: Außenhaut des Herzens
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Extrasystole: Schlag des Herzens außerhalb des normalen Rhythmus; kann Herzrasen oder Kammerflimmern auslösen
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Hypertonie: erhöhter Blutdruck
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Kammerflattern/-flimmern: schnelle, unkoordinierte Kontraktionen von einzelnen Herzmuskelfasern
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Kardiomyopathie: Herzmuskelerkrankung
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Kontraktion: Zusammenziehen der Herzmuskulatur
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Koronararterien: Arterien, die das Herz mit Blutversorgen
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Myokard: Herzmuskel
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Myokardinfarkt: Herzinfarkt; dabei verstopfen Herzkranzarterien durch Blutgerinnsel; ein Bezirk des Herzmuskels stirbt ab und wird durch Narbengewebeersetzt
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Programmierbarkeit: Einstellbarkeit eines ICD auf individuelle Erfordernisse von außen; ohne chirurgischen Eingriff möglich
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Sinusknoten: natürlicher Schrittmacher des Herzens im rechten Vorhof
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Sinusrhythmus: elektrische Übertragung eines Impulses, der im Sinusknoten entsteht, das Herz durchläuft und mit der Kontraktion der Herzkammern abschliesst; wiederholt sich 60- bis 80-mal pro Minute
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Stimulus: elektrischer Impuls an das Herz; bewirkt Kontraktion oder beendet eine Tachykardie
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Synkope: Bewusstlosigkeit, verursacht durch Fehlfunktion des Herzens
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Systole: Zusammenziehen des Herzmuskels; Pumpaktion des Herzens
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Tachykardie: schnelle Herztätigkeit; über 100Herz-schläge pro Minute
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Ventrikel: Herzkammer in der unteren Herzhälfte
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ventrikulär: Herzkammer betreffend